Beim Online-Lernen fehlt oft der direkte Kontakt zur Lehrperson, was eine emotionale Bindung erschweren kann. Eine nutzerzentrierte Formulierung wählt deshalb das „Du“ oder „Sie“ behutsam und reagiert authentisch auf typische Fragen und Probleme. Durch Ansprache wie „Stell Dir vor…“ oder „Vielleicht hast Du Dich schon gefragt…“ entsteht Nähe. Erklärungen bauen auf das Vorwissen auf und gehen auf mögliche Verständnisschwierigkeiten ein, wodurch Lernende sich ernst genommen fühlen und eher motiviert sind, aktiv am Lernprozess teilzunehmen.
Nicht alle Teilnehmenden starten mit dem gleichen Wissensstand oder bevorzugen denselben Lernstil. Ein gut optimierter E-Learning-Text berücksichtigt unterschiedliche Vorwissenstände, indem er zentrale Begriffe erklärt, ohne unnötig zu vereinfachen. Gleichzeitig werden verschiedene Sinneskanäle angesprochen: Während einige Lernende klare Schritt-für-Schritt-Anweisungen bevorzugen, benötigen andere Beispiele oder Vergleiche. Indem Texte vielseitig und adaptiv gestaltet werden, erreichen sie unterschiedliche Lerntypen und helfen, das Verständnis zu vertiefen.
Der richtige Sprachstil trägt wesentlich zur Vermittlung der Lerninhalte bei. Eine locker-verständliche, aber dennoch fachlich korrekte Sprache nimmt die Angst vor schwierigen Themen. Zu komplexe oder übermäßig formale Ausdrücke hingegen schrecken ab und führen schnell zu Ermüdung. Je nach Fachgebiet und Zielgruppe sollte zwischen einem sachlichen, motivierenden oder inspirierenden Tonfall gewählt werden, der die Lernatmosphäre positiv beeinflusst und die Lust am Weiterlernen steigert.